Spring!

Wie man irgendwann wieder zur Besinnung kommt. Wie man merkt: Ich lebe noch. Und gar nicht mal schlecht. Wie man trotzdem immer wieder abstürzt, zweifelt, Erinnerungen abschütteln muss. Noch nicht, jetzt noch nicht dran denken. Das ist, als würde man zu schnell wieder versuchen aufzutreten, nachdem man sich den Knöchel verstaucht hat. Erst denkt man, es geht. Man freut sich, das fühlt sich doch okay an. Dann merkt man, wie es zwiebelt. Sofort setzt man sich. Aber jetzt ist es zu spät, jetzt ist der Schmerz da und geht so schnell nicht weg.

Überhaupt: Gefühle. Acht Jahre lang auf einer (meist) bequemen Luftmatratze im Swimmingpool, nun plötzlich mit dem Floß mitten im Atlantik. Dem Wetter ausgeliefert. Es stürmt, die Wellen schlagen über einem zusammen, man klammert sich verzweifelt fest. Dann wieder Sonnenschein. Und der fühlt sich so viel besser an, wenn er nicht selbstverständlich ist. Eine Achterbahnfahrt, dieses Leben. So intensiv wie lange nicht mehr.

Meinen 30. Geburtstag hatte ich mir anders vorgestellt. Gesetzter. Stattdessen: Exzess. Schweiß, Bier, Tränen, Blut, Lachen, Schläge, Küsse.

Es hätte nicht besser sein können.

6.6.11 19:07

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